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Berlin 1931: Am Tage toben Straßenschlachten zwischen Radikalen, Banken schließen, Zeitungen werden verboten – abends aber blüht noch immer jenes unvergleichlich freizügige Nachtleben, das durch die Vorahnung der Katastrophe höchstens angespornt wird. Und im Zentrum dieses Nachtlebens befindet sich der Kit-Kat-Klub, auf dessen Bühne eine junge Engländerin namens Sally Bowles dem Publikum den Kopf verdreht. In ihren Bann gerät auch Clifford Bradshaw, ein weiterer Fremdling in der Metropole. Auch er ist nach Berlin gekommen, um etwas zu finden, das er nicht genau beschreiben kann.
Aber während er und Sally, Fritz, Natalia und all die anderen bunten Vögel noch herauszufinden suchen, was ihnen zum Glück eigentlich fehlt, hat der Spaß plötzlich ein Ende. Angelehnt an die Musik der frühen 30er schrieben John Kander und Fred Ebb die weltberühmt gewordenen Songs »Life Is A Cabaret«, »Willkommen, Bienvenue«, »Money Money Money« und viele andere. Der Blick, den »Cabaret« auf jene entscheidende Epoche unserer Geschichte wirft, scheint heute wieder aktuell. Der Regisseur Michael Simon kam, nach Lehrjahren in Stuttgart und New York, schon zu Beginn der Achtziger nach Frankfurt, wo er als Bühnenbildner mit William Forsythe und Heiner Goebbels arbeitete. Nach zahlreichen Stationen im In- und Ausland kommt Michael Simon mit »Cabaret« zurück nach Bockenheim.